Donnerstag, 23. Juli 2015

umdenken - ganzheitlich - neu handeln

Im 4. Kapitel der Umwelt-Enzyklika spricht Papst Franziskus über die ganzheitliche Ökologie. Sie umfasst die Umwelt-, die Wirtschafts- und Sozialökologie. 
"Es gibt nicht zwei Kreisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise." (139) Deshalb ist es entscheidend, nach "ganzheitlichen Lösungen" zu suchen.
In Nr. 146 scheint die prophetische Stimme von Bischof Erwin Kräutler, der als Ko-Autor gilt, zu hören sein: Die Ureinwohner "sind nicht eine einfache Minderheit unter anderen, sie müssen vielmehr die wesentlichen Ansprechpartner werden, vor allem wenn man mit großen Projekten vordringt, die ihre Gebiete einbeziehen. Denn für sie ist das Land nicht ein Wirtschaftsgut, sondern eine Gabe Gottes und der Vorfahren...."
In der Alltagsökologie spricht der Papst viele Probleme an, so z. B. die Wohnungsnot oder die Verkehrsverhältnisse, unter denen Massen zu leiden haben (152 - 153).
Über die Humanökologie kommt er dann auf das Gemeinwohl zu sprechen. Die globale Gesellschaft, die so viele ihrer grundlegenden Menschenrechte beraubt, kann nicht anders als eine "vorrangige Option für die Ärmsten" zu treffen. Die "unermessliche Würde des Armen" anzuerkennen, gehört zu unseren "tiefsten Glaubensüberzeugungen" (158). Hier verweist der Papst ausdrücklich auf sein Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium.
Das Gemeinwohl ist nicht ohne die zukünftigen Generationen zu wahren. "Zu viel Schutt, Wüsten und Schmutz" belasten die Nachkommenenden und der Papst warnt davor, die "verhängnisvollen Prognosen" nur mit Ironie zu beantworten (161). Ausdrücklich beklagt er ebenso "unsere Unfäghigkeit, ernsthaft an die zukünftigen Generationen zu denken" (162).

18.30 Uhr Zeit der Stille
19.00 Uhr hl. Messe

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